Kitzelfant – 4. Ebene – III

(I’m baaack :-) )


Joana saß in der Astgabel und wartete. Mit der Hand strich sie über die raue Baumrinde und lauschte auf das Rauschen des Windes in den Blättern – ‘unglaublich real’. Genauso real wie ihr Orgasmus. Sie musste grinsen. Sie sah hinüber zu der bunten Federschlange, die friedlich zusammengerollt auf dem Ast lag und zu schlafen schien. ‘Eigentlich wäre sie das perfekte Kuscheltier für mich.’ Versonnen betrachtete sie die lange, dichte Schwanzfeder – ‘ob man sie … dressieren kann?’

“So.” Gimm tauchte hinter dem Baumstamm auf. In einer Hand hielt er ein kleines, ovales Fläschchen und in der Anderen etwas Langes, das wie ein Rasierpinsel aussah. Mit wichtigem Gesichtsausdruck trat er neben die junge Frau: “Wir können beginnen.”

“Beginnen?” Joana sah ihn verständnislos an, “… Womit?”

Der kleine Baumkobold lächelte nachsichtig: “Mit der Behandlung natürlich. Ich werde das Mittel auftragen.”

“Auftragen? W… wo denn?”

“Wo?” einen Moment schien der Medikus über soviel Begriffsstutzigkeit die Geduld zu verlieren, “Auf ihrem Geschlecht natürlich.”

Joana riss die Augen auf: “Auf meinem… was? Muss… Muss das sein? Kannst du das Zeug nicht irgendwo anders…”

Gimm seufzte vor Verzweiflung auf: “Wie kommen sie nur auf solche Ideen? Ich habe ihnen doch erklärt, dass dieses Mittel ihre Erregung neutralisieren soll. Und das würde es wohl kaum tun, wenn ich es auf ihren Ohren auftrüge.”

Argwöhnisch musterte Joana den Pinsel in Gimms Hand. Er war zehn Zentimeter lang, mit unzähligen dünnen Härchen, die in einer dichten, flaumigen Spitze ausliefen. Sie schluckte. Es war gerade ein paar Minuten her, dass die Federschlange einen unglaublichen Höhepunkt aus ihr herausgekitzelt hatte und der Gedanke, diese seidigen Härchen an ihrer intimsten Stelle zu fühlen ließ sie schaudern. Gleichzeitig spürte sie aber deutlich, wie sehr sie die skurrile Situation faszinierte – ‘ich sitze wie ein Affe auf einem Baum und lasse mir von einem Kobold die Muschi mit einem Zaubermittel einpinseln. Total verrückt.’

Gimm wandte sich beleidigt ab: “Aber von mir aus. Wenn sie meine Hilfe nicht wünschen… Ich habe schließlich noch andere Patienten.”

“Nein nein.” sagte Joana schnell, ohne den Blick von der Pinselspitze zu wenden, “ich dachte nur, weil… also ich bin gerade irgendwie ziemlich emf… empfindlich…”

Der Kobold setzte gleich wieder sein Arztgesicht auf: “Sie brauchen gar keine Angst zu haben. Ein so kundiger Medikus wie ich weiß genau was er tut.” Er entkorkte das ovale Fläschchen, “Wenn sie jetzt bitte ihre Beine öffnen würden?”

Joana schob schüchtern den Lendenschurz etwas hoch. “Und könnte ich das Zeug nicht vielleicht selber…” versuchte sie es noch einmal.

Gimm schüttelte energisch den Kopf: “Unmöglich. Völlig unmöglich. Die Essenz Muss sehr vorsichtig und mit speziellen halbmagischen Symbolen aufgetragen werden, die ausschließlich einem Bewahrer der Lehren des Gmork bekannt sind.”

“Ver… verstehe.” Joana gab nach. Gehorsam lehnte sie sich mit dem Rücken an den Baumstamm und spreizte ihre Beine, bis die Füße rechts und links von dem dicken Ast herunterhingen. Der laue Urwaldwind strich zart über die Innenseiten ihrer Oberschenkel. Sie sah verstohlen nach unten. Ihre intimsten Stellen lagen völlig frei zugänglich direkt vor dem kleinen Männchen. ‘Peinlich’, dachte sie und wurde rot, ‘ich bin noch ganz nass’. Wieder fiel ihr Blick auf den flauschigen Pinsel und sie fühlte, wie ihr Herz schneller klopfte. Kein Zweifel, gleich würde sie dieser verrückte Baumkobold zwischen den Beinen kitzeln. Und sie würde es aushalten müssen, weil sonst das Mittel nicht wirkte. ‚Ob ich da überhaupt kitzlig bin?’

Mit gemessenen Schritten trat Gimm zwischen die nackten Oberschenkel, sein spitzer Hut wippte etwa auf Höhe von Joanas Bauchnabel. Mehrere Sekunden lang studierte er das dunkle, weich gelockte Haar und die Konturen der Schamlippen. Er nickte nachdenklich: “Sie können wirklich vom Glück reden, dass ich ihnen helfe. In diesem Zustand wären sie hier im Wald verloren.” Dicke Tropfen schillerten überall in den dünnen Härchen. Die inneren Schamlippen standen leicht vor und glänzten warm und schlüpfrig vor Feuchtigkeit. Gimm trat noch näher, bis er direkt vor Joana stand. Er tauchte den Pinsel tief in das Fläschchen und berührte dann ganz sacht mit der Spitze ihren rechten Oberschenkelansatz.

Es war, als ob ein Schmetterling zwischen ihren Beinen gelandet wäre. Die luftige Pinselspitze strich langsam unterhalb der Leistenbeuge auf und ab. “Mmmmpppfff…” sie biss sich auf die Lippen. Tausend feine Härchen glitten über die nackte Haut zwischen Oberschenkel und Schambereich. Ihr Zwerchfell verkrampfte sich – ‘scheiße, das kitzelt wirklich’, dachte sie mit angehaltenem Atem.

Sehr sorgfältig verteilte Gimm die durchsichtige Flüssigkeit in der zarten Mulde. Dann wiederholte er die Prozedur auf der linken Seite. Joana musste sich immer mehr anstrengen, um nicht los zu lachen – die feinen Pinselhärchen kitzelten so sanft und gleichzeitig unglaublich intensiv… ‘Oh Mann… hoffentlich beeilt er sich wenigstens ein bisschen’.

Für einen Moment unterbrach Gimm die Behandlung, um den Pinsel erneut in das Fläschchen zu tauchen. Er musterte Joana mit gerunzelter Stirn: “Es ist wichtig, dass sie sich jetzt nicht bewegen. Sonst kann ich die Zeichen nicht fehlerfrei auftragen und muss wieder von vorne anfangen. Haben sie verstanden?”

“Ich…” sie räusperte sich, “ok. Ich versuchs.”

Wieder berührte sie der seidige Pinsel, diesmal aber etwas weiter innen. Mit kleinen, schnellen Strichen begann der Medikus geschwungene Figuren auf die äußeren Schamlippen zu zeichnen. Joana sog die Luft durch die Nase. Das Gefühl des weichen Pinsels an ihrer Scheide war unglaublich! Unzählige, weiche Härchen neckten das feuchte Schamhaar, streichelten und kitzelten die bebende Haut und ließen die Schamlippen immer voller und sensibler werden. “Aaahhmmm…” sie stöhnte unterdrückt auf. Ihr ganzer Schambereich begann zu prickeln, wie unter hundert sanften Stromstößen.

Gimm arbeitete sich sehr sorgfältig abwärts und bedeckte jeden Quadratmillimeter mit kleinen, verschnörkelten Zeichen. Aufmerksam beobachtete er, wie Joanas Schamlippen zu zittern begannen und sich den Pinselstrichen entgegen reckten. “Interessant.” Murmelte er. Dann tunkte er neue Flüssigkeit aus seinem Fläschchen und kniete sich auf den Ast, direkt vor die glänzende Öffnung.

‘Oh nein, nicht da’, dachte Joana noch, aber schon im nächsten Moment fühlte sie die Pinselspitze am unteren Scheideneingang. Sie warf den Kopf zurück und prustete los: “Ohmmmfffihihigihihimm… nihicht… bitte nicht da… das… das kitzeltihihihi…” Es kostete all ihre Willenskraft, um nicht in einem Reflex ihre Beine zu schließen und den kleinen Baumkobold zu zerdrücken. Sie hatte gewusst, dass sie an dieser Stelle äußerst empfindlich war… aber so empfindlich? Sie musste an die Federn in ihrem Nachttisch denken. ‘Ob das von diesem Mittel kommt?’ “Nihihihicht… nihihichtahaha…”

Der Medikus schüttelte über Joanas Protest nur verständnislos den Kopf: “So halten sie doch still! Sonst wirkt das Mittel nicht.” Konzentriert kritzelte er seine Figuren auf die kitzlige Haut, vom unteren Ende des Eingangs bis hinab zum Po, Strich um Strich, Symbol um Symbol.

Nach einer Weile fing Gimm an, sich mit seinem Pinsel langsam wieder aufwärts zu bewegen. Großzügig verteilte er das Zaubermittel auf der nassen, zarten Haut und widmete sich dabei besonders aufmerksam den sensiblen Mulden zwischen inneren und äußeren Schamlippen.

Joanas Lachen war zu einem leisen, halb unterdrückten Seufzen und Kichern geworden: “Gihihimm… ohhh… oh Mann… ohgahahihihi…” Die unzähligen weichen Pinselhärchen rutschten, schlidderten und kitzelten wie Millionen winziger Fingerspitzen über ihre heiße Öffnung – ‘Tausendmal besser als meine Federn’.

Der Kobold war inzwischen am oberen Ende der Scheide angekommen. “Keine Sorge”, beruhigte er seine Patientin, “sie haben es bald überstanden.” Noch einmal tunkte er den Pinsel in die Flüssigkeit. Dann spreizte er vorsichtig mit seiner winzigen Hand die zarten Hautfalten auseinander und entblößte Joanas dicken, zu voller Größe angeschwollenen Kitzler.

Joana blieb fast die Luft weg. Sie hatte plötzlich das Gefühl, jedes der unzähligen Härchen einzeln zu spüren. Der Pinsel tanzte in kleinen Kreisen um ihre sensitive Knospe, kitzelte die Unterseite, die Oberseite, die Spitze… “Ahh… ihihihi… ohnaihihihin…” sie krallte ihre Finger in die grobe Baumrinde. ‘Ich komme’, dachte sie verschwommen, ‘gleich… gleich…’

“So.” Gimm verschloss das Fläschchen und stand auf, “Sie haben es geschafft. Sehen sie, so schlimm war es gar nicht.”

“W… was?” die junge Frau sah mit glasigem Blick zu ihm hinunter. Nur wenige Sekunden hatten gefehlt und sie wäre zu einem zweiten, heftigen Höhepunkt gekommen. ‘So ein Sadist.’ “Nein nein… war schon… in… Ordnung. Vielen… Dank.”

Der Baumkobold lächelte selbstgefällig, “Bitteschön. Sie können wirklich vom Glück reden, den berühmtesten Medikus des Waldes getroffen zu haben.” Er versteckte Fläschchen und Pinsel in einem Astloch, dann wandte er sich wieder an Joana: “Also gehen wir.”

Joana atmete tief durch und versuchte sich zu sammeln: “Gehen? Wohin?”

“Ich dachte, sie suchen die Königin der so genannten Waldamazonen.”

“Äh… ja klar.” etwas zittrig setzte sie sich auf und schloss die Beine. Während der letzten Minuten hatte sie überhaupt nicht mehr an ihre Mission gedacht. “Aber wieso… wir? Kommst du denn mit?”

Gimm nickte: “Zumindest ein Stück weit. Ein Gelehrter wie ich könnte es nicht verantworten, eine so unwissende Person wie sie allein im Wald herumstreunen zu lassen.”

“Aber ich dachte, ich bin jetzt geschützt?” sie zog ihren Lendenschurz herunter.

“Geschützt?” Gimm kicherte schnarrend, “In diesem Wald gibt es keinen endgültigen Schutz. Außer natürlich, man ist ein so großer Medikus und Bewahrer der Lehren wie ich. Ihre Erregung kann vielleicht nicht mehr so schnell gewittert werden. Trotzdem müssen sie sehr vorsichtig sein. Überall in diesem Wald gibt es Wesen, die auf Beute lauern.” Er machte eine weit ausholende Geste mit dem Arm. “Makries, Waldhörnchen, Federschlangen, Moostiger, Vogelmenschen, Riesenspinnen…”

“Ja ja, schon gut.” Joana sah skeptisch nach unten. Gute fünf Meter trennten sie von dem dichten, grünen Moos des Waldbodens. “Sag mir lieber erstmal, wie ich von diesem komischen Baum runter komme.”

Gimm lächelte: “Natürlich mit den Gunjas.” Fast nachlässig fuhr er mit seiner kleinen Hand durch die Luft.

Es raschelte im Laub und schon im nächsten Moment fühlte Joana, wie sich eine der weichen, starken Lianen von hinten um ihre Taille wand. “Hey!” Mühelos hob die Schlingpflanze sie von dem Ast herunter, schwenkte sie ein paar mal durch die Luft – ‘nur nicht nach unten sehen’ – und setzte sie dann behutsam auf den Waldboden ab.

Sie atmete auf, als sie endlich wieder festen Boden unter den Füßen spürte… ‘Apropos Füße’, dachte sie und blickte sich suchend um, ‘wo sind eigentlich meine Schuhe?’ Komisch. Als die Federschlange mit ihren Fühlern die Schnallen der Sandalen geöffnet hatte, waren sie doch herunter auf den Waldboden gefallen.

“Was suchen sie denn?” Gimms Stimme schnarrte dicht über ihrem Kopf. Joana sah auf und musste lachen. Der weise Medikus klammerte sich wie ein kleiner Affe an einen Zweig. Sein hoher, spitzer Hut schwankte und wackelte und schien nun endgültig den Halt zu verlieren.

“Meine Schuhe. Sie müssen hier irgendwo liegen.”

Gimm schüttelte den Kopf: “Die können sie vergessen. Während sie oben auf dem Baum waren, haben sie die Zwerge längst gestohlen.”

“Was für Zwerge?” Joana suchte weiter mit den Blicken den Waldboden ab.

Der Kobold machte eine wegwerfende Handbewegung, “Dummes, einfältiges Volk. Wie alle Zwerge. Sie wohnen unter den Bäumen in der Erde. Widerlich!” er schüttelte sich, “Sie leben nur vom Diebstahl und anderen Niederträchtigkeiten. Kommen sie, gehen wir.”

“Aber… ohne Schuhe?” Sie machte einen zaghaften Schritt. Das Moos fühlte sich weich und frisch an ihren nackten Fußsohlen an – eigentlich nicht unangenehm.

Gimm wurde ungeduldig: “Stellen sie sich nicht so an. Wenn sie jetzt schon so sind, werden sie die Königin niemals besiegen.”

“Na gut.” Sie musterte den kleinen Baumkobold, “Aber könnte ich dich nicht vielleicht tragen, oder so? Wir kommen dann schneller…”

Gimm unterbrach sie mit einem empörten Zischen: “Tragen? Sie? Mich?” er verdrehte die Augen, “Nie! Wir Baumkobolde verlassen die Bäume unser ganzes Leben nicht. Merken sie sich das.” Mit den letzten Worten schwang er sich blitzschnell auf einen Ast, lief ein paar Schritte auf ihm entlang und sprang weiter auf den Nächsten. “Wir werden ja sehen, wer schneller ist.”

“Hey, warte.” Joana musste sich beeilen, um das kleine Männchen in dem dichten Blätterwerk nicht aus den Augen zu verlieren. Wie ein Eichhörnchen mit Hut turnte es von Ast zu Ast und befand sich schon einen Baum weiter. “Du Angeber. Ich komme ja schon.”

Sie folgte dem Baumkobold zwischen den dicken Baumstämmen hindurch. Bei jedem Schritt spürte sie das kühle, federnde Moos unter ihren nackten Füßen. Und sie spürte noch etwas. Zwischen den Beinen, direkt an ihrem Kitzler kribbelte und kitzelte es kaum merklich. ‘Das muss dieses komische Mittel sein.’ Sie versuchte das Gefühl auszublenden und sich nur auf den Weg zu konzentrieren.

“Wo bleiben sie denn?” Gimm winkte zwischen dichten Blättern hervor.

Joana tauchte unter einem Bündel Gunjas hindurch: “Schon da. Sag mal, wieso hast du vorhin eigentlich “so genannte” Waldamazonen gesagt? Sind es denn keine… wirklichen?”

Gimm machte einen tollkühnen Sprung zum nächsten Baum und wandte sich zu Joana um: “Wenn sie mich fragen, nein.” sagte er mit einem hochmütigen Lächeln, “Früher schon. Damals waren es mächtige Kämpferinnen, die sogar gelegentlich uns Waldkobolden unangenehm werden konnten. Aber jetzt?” er lachte verächtlich, “Nur noch ein Haufen dummer, alberner, kindischer Mädchen, mehr nicht.”

“Und ihre Königin?”

“Lea? Lea ist die Dümmste von allen. Furchtbar eitel und eingebildet. Nicht den mindesten Sinn für die großen Lehren des Gmork. Den ganzen Tag kommandiert sie ihre Untergebenen herum.” er machte einen wütenden Satz und landete mit federndem Hut in einer Astgabel. “Wissen sie, was ihr größtes Vergnügen ist?” in seinen kleinen Augen funkelte es, “Sie lässt arme, harmlose Waldbewohner von ihren Kriegerinnen gefangen nehmen, verschleppt sie in ihr Dorf und lässt sie von den Dorfbewohnern so lange kitzeln, bis sie fast den Verstand verlieren. Schrecklich, nicht wahr?”

“Schrecklich.” stimmte Joana schnell zu und quetschte sich zwischen zwei Baumstämmen hindurch. “Und diese… Lea… weißt du, wie ich sie besie…” ein plötzlicher Wink von Gimm brachte sie jäh zum Schweigen.

Mit ausgestrecktem Arm deutete der Kobold zur Seite: “Pssst. Dort. Ein Moostiger. Sein sie bloß still.” flüsterte er aufgeregt.

Joana blickte in die Richtung, in die Gimm gezeigt hatte und erstarrte. Hinter einem dicken Baumstamm, höchstens zehn Meter entfernt, hockte ein Tier, das tatsächlich ein bisschen wie ein sibirischer Tiger aussah. Es maß mindestens zweieinhalb Meter und war außerordentlich schlank und athletisch. Sein helles, gestreiftes Fell war dicht und lang und wirkte eher wie das eines Bären. Wie gebannt starrte es in die andere Richtung und schien Joana und den Baumkobold nicht zu bemerken. Sein mächtiger Rücken war zum Sprung gekrümmt – ‘Es jagt’, dachte Joana mit klopfendem Herzen, ‘aber… wen?’ Fragend blickte sie zu Gimm hinüber.

Der kleine Medikus legte den Finger an die Lippen und deutete mit der anderen Hand an dem Tiger vorbei. Joana schrak zusammen, als sie die zierliche, dunkelhaarige Frau bemerkte. “Eine Elbin.” flüsterte Gimm.

“Wir… wir müssen sie warnen.” wisperte Joana und ihre Stimme zitterte.

Der Kobold schüttelte den Kopf: “Unmöglich. Dann fängt er uns auch noch. Übrigens können sie wirklich froh sein, dass ich ihnen mein Zaubermittel gegeben habe. Sonst hätte er sie längst bemerkt.”

Joana wagte kaum zu atmen. Die schlanke Elbenfrau stand mit dem Rücken zu ihnen und konnte so weder sie noch den lauernden Moostiger sehen. Sie war ziemlich klein, trug ein kurzes, braunes Lederkleid und war genau wie Joana barfuss. Über der einen Schulter hing eine Art längliche Tasche aus Pflanzenfasern. Ihre ganze Aufmerksamkeit hatte sie auf den Waldboden gerichtet.

Die Schwanzspitze des Tigers zitterte, zuckte… Dann sprang er. Wie ein heller, gestreifter Blitz schoss der athletische Leib durch die Luft und landete federnd direkt hinter der jungen Frau. Das Mädchen schrie auf und wirbelte herum, doch da wurde sie schon von zwei weichen, kräftigen Pranken gepackt und wie eine Puppe auf den moosigen Waldboden geworfen. Sofort kauerte der Moostiger über ihr. ‘Oh mein Gott’, dachte Joana, ‘er wird sie doch nicht…’

Die Elbin lag auf dem Bauch. Bis auf den Kopf war sie ganz unter dem langen Tigerfell verschwunden. Der Moostiger brummte zufrieden und wälzte sich langsam herum, bis sein Kopf direkt an den nackten Füßen des Mädchens lag. Genüsslich sog er die Luft in die Nüstern, seine mächtigen Muskeln spielten unter dem weichen Fell. Die kleine Elbin schien zu ahnen, was ihr bevorstand, denn sie begann plötzlich wie wild zu strampeln: “Nein, bitte nicht die Füße. Bitte, bitte nicht lecken. Bitte. Ich mache ja was du… nein bihitte… hihihittenicht… aha… wahahahahahahahahahaha…” weiter kam sie nicht, denn der Moostiger fuhr bereits voller Innbrunst mit seiner langen, rauen Zunge über die nach oben gekehrten Fußsohlen.

Das Gefühl zwischen Joanas Beinen schien mit einem Schlag intensiver zu werden. Sie konnte genau sehen, wie die breite, schlüpfrig nasse Zunge wieder und wieder über die volle Länge der Fußsohlen glitt. Der Moostiger leckte die hilflose Haut eifrig mit langen, hungrigen Bewegungen. Unwillkürlich rieb Joana ihre Füße gegen das Moos.

Schon nach ein paar Sekunden lachte die Elbenfrau wie von Sinnen und krümmte sich verzweifelt unter dem weichen Tigerkörper. Ihr Kopf und die Schultern zuckten, aber ihre nackten, kitzligen Füße blieben bewegungslos der rauen Zunge ausgeliefert. “Ohnihihichtdiefüßehehehe… lahahahahassmihihich… anahabittahahahaha… bihihihittenihichtdiefüßahahahahaha…”

Joana schaute hinüber zu Gimm, der unbeeindruckt auf einem Zweig hockte. “Können wir denn wirklich nichts für sie tun?” flüsterte sie mit rauer Stimme.

Er schüttelte den Kopf: “Sie ist selbst Schuld. Typisch Elben. Wahrscheinlich hat sie Kräuter gesammelt. Sie sehen, wie gefährlich der Wald sein kann.”

Der Moostiger schien einen besonders kitzligen Punkt an den Ballen gefunden zu haben. Voller Hingabe leckte er dort herum und brummte vor Vergnügen. Das Lachen seines Opfers wurde immer heftiger und bekam einen hysterischen Unterton: “Nihihihihihicht… ahahahahahahabihihihittehehehe…” Kraftlos versuchte die Elbin ihre Füße irgendwie in Sicherheit zu bringen, aber der Tiger schien durch das Zappeln nur immer gieriger zu werden. Er drehte sich ein wenig auf die Seite und streckte seine mächtigen Hinterbeine. Joana erkannte jetzt, dass er statt der Krallen lange, dicht mit Fell bedeckte “Finger” hatte. Von beiden Seiten fuhr er mit den Pranken unter seinen Körper, ungefähr dort, wo sich der Oberkörper seiner Beute befinden musste.

“Wiiiiiiihihihihihhh…” Ein schriller Lachanfall bewies, dass er sein Ziel gefunden hatte. Die Stimme des Mädchens überschlug sich, sie trommelte mit den Fäusten auf den Waldboden, warf den Kopf von Seite zu Seite, presste das Gesicht in das weiche Moos …

‘Oh Mann’, Joana fühlte ihre Knie zittern, ‘jetzt kitzelt er sie auch noch an den Rippen. Und dabei leckt er ihre Füße.’

“Kommen sie.” raunte Gimm neben ihrem Ohr, “Er ist jetzt beschäftigt. Wir können gefahrlos vorbei.”

“Wie… ich meine… wie lange…” stotterte sie, “wie lange wird er sie denn so…”

Der Waldkobold zuckte die Schultern: “Das kann man schwer sagen. Vielleicht noch zwei Minuten, vielleicht noch einen Tag. Moostiger gelten als absolut unberechenbar. Kommen sie.” Mit einem Satz war er im nächsten Baum.

Joana folgte ihm möglichst geräuschlos. Nach ein paar Sekunden hörte sie das Lachen des Elbenmädchens hinter sich noch eine Nuance heftiger werden. Sie drehte sich um, aber der Tiger und seine Beute waren zwischen den Bäumen nicht mehr zu sehen. Nur das wilde, hilflose Lachen und Flehen hallte durch den Wald.

Gimm räusperte sich nach einer Weile: “Sie wollten wissen, wie sie die so genannte Amazonenkönigin besiegen können?” nahm er ihr altes Gespräch wieder auf.

Joana nickte: “Genau. Diese… Lea… hat sie irgendeine Schwachstelle?”

Gimm runzelte die Stirn: “So einfach ist das nicht. Es sind zwar nur dumme Mädchen, aber leider sind es sehr viele. Und einige von ihnen sind ziemlich stark. Es gibt nur eine Möglichkeit, wie sie sie besiegen können.”

“Und die wäre?” sie wich einer langen, mit dichten Fransen besetzten Liane aus.

“Sie müssen Lea zum Duell fordern.”

Joana blieb stehen: “Zum Duell?”

Gimm turnte unvermindert weiter: “Richtig. Jede Königin ist verpflichtet, die Herausforderung anzunehmen. Es ist ein uralter Brauch aus den Zeiten, in denen die Waldamazonen noch Ehre hatten.”

“Und… jetzt warte doch mal…” Joana folgte ihm hastig, “… und wie läuft dieses Duell ab?”

Gimm landete auf einem Ast und hielt seinen schaukelnden Hut fest: “Das wird die Königin entscheiden. Als Herausgeforderte darf sie die Art und die Waffen für das Duell wählen.”

“Verstehe.” Joana grinste. ‘Also ein Kitzelduell.’ Sie dachte an die goldene Fesselperle und das Fläschchen mit Tamaras Kitzelelixier – ‘na warte, du Königin. Ich mache dich fertig’. Halb in Gedanken Schob sie die Hand in die weite Tasche des Lendenschurzes und… blieb wie vom Blitz getroffen stehen. Sie fühlte das kühle Kristall des Fläschchens, aber wo war… Ihre Finger tasteten hektisch über den dünnen Stoff. ‘Nein!’, sie merkte wie sie bleich wurde, ‘das kann doch nicht wahr sein’. Die Perle war weg.

“Scheiße!” sie schrie so laut, dass Gimm sich erschrocken zu ihr umdrehte. “Scheiße, Scheiße. So eine Scheiße. Sie ist nicht mehr da.”

“Um Gotteswillen Schreien sie doch nicht so.” Gimm legte beschwörend den Finger auf die Lippen, “Wer ist nicht mehr da?”

“Meine Perle. Ich… ich habe sie verloren.” Joana kramte wie wild in den weiten Stofftaschen herum. “Sie muss mir aus der Tasche gefallen sein, als mich deine scheiß Schlange auf deinen scheiß Baum…”

“Pssst. Sein sie doch still. Oder wollen sie den Rest ihres Lebens als Kitzelsklavin der Elben verbringen.” seine kleinen Augen huschten hektisch zwischen den Baumstämmen umher, “Was für eine Perle?”

“Eine Perle halt. Golden. Ungefähr so groß…” sie zeigte die Größe mit den Fingern, “Oh Mann! Mit ihr hätte ich Lea bestimmt schlagen können. Jetzt muss ich die dritte Ebene noch mal spielen.”

Nachdenklich sah er die junge Frau an: “Etwa so groß sagen sie? Und golden? Hmmm… ich glaube, ich habe sie gesehen.”

Joana fuhr auf: “Was? Wo?”

“Bitte leise.” zischte Gimm wieder, “Die Perle lag vorhin unter dem Baum, als sie mit der Federschlange beschäftigt waren. Ein Zwerg hat sie gefunden und in seine Höhle gebracht.”

“Ein Zwerg? Ok, warte hier, ich hole sie.” Joana wollte sich schon umdrehen und losrennen, aber Gimm hielt sie zurück.

“Bleiben sie hier. Zwerge geben nie etwas her, was sie einmal gestohlen haben. Vergessen sie ihre Perle.”

Die junge Frau war verzweifelt. “Aber… ich… vielleicht könnte ich ihnen ja was Anderes dafür geben…”

“Das glaube ich kaum.” der Baumkobold lächelte gezwungen, “Zwerge sind unverschämt und gierig. Vielleicht, wenn sie sich ihnen für zwei oder drei Jahre als Kitzelspielzeug ausliefern würden, aber… nein, vermutlich sogar dann nicht. Tut mir Leid. Sie hätten eben besser aufpassen müssen.”

Joana schlug die Hände vors Gesicht. Verdammt! ‘Aber er hat recht’, dachte sie, ‘Ich hätte echt aufpassen sollen.’

Das zarte Prickeln an ihrem Kitzler und das weit entfernte Lachen des Elbenmädchens holten sie in die Gegenwart zurück. Plötzlich musste sie über sich selber lachen – ‘Ich Idiot. Es ist ein Spiel. Mir doch egal. Dann besiege ich Lea eben ohne Perle.’

“Dann besiege ich Lea eben ohne Perle.” sagte sie laut.

Gimm machte eine anerkennende Kopfbewegung: “Sehr gut. Wenn sie Glück haben, dann schaffen sie es sogar. Und jetzt kommen sie schnell, bevor uns die Elben entdecken.”

14 Antworten zu „Kitzelfant – 4. Ebene – III“

  1. GreayGreat sagt:

    Ja!!! Geil! Hammageil!!!
    Endlich geht diese tolle Story in die nächste Runde. Und wie zuvor kann ich dich einfach nur loben. Sie ist fantastisch gut! Bitte schnell mehr von dieser Qualität. Momentan ist dies hier die einzige Story, die mir bekannt ist, die so verdammt gut ist! Respekt, fefa!!!

  2. Andi sagt:

    oohja.. danke danke.. tolle Geschichte! :)
    Kann das Duell mit der Königin kaum erwarten!!!

  3. Budgie sagt:

    Ich dachte dieser Tag würde nie mehr kommen :D
    Es war eine lange Zeit bis ein neues Kapitel raus kam, aber sie sind so gut wie eh und je ;)
    lg

  4. Lavanja sagt:

    die geschichte ist sehr gut geschrieben freue mich dass du wieder da bist ehrlich!

  5. Anonymus2 sagt:

    Wieder sehr gut, ich kann den nächsten Teil kaum mehr erwarten …

  6. Anonymous sagt:

    super geschichte, so ein tiger möchte ich auch haben!^^

  7. 123 sagt:

    Weiter!!! :)

  8. 123 sagt:

    wie lang dauerts noch? :)

  9. Anonymous sagt:

    Story her, Story her, oder ich fall um …
    Bitte, bring die Fortsetzung so schnell wie möglich raus, ich kann es kaum noch abwarten!!!

  10. Anonym sagt:

    :( wie lang müssen wir noch warten? :(

  11. Jannis sagt:

    bitte, bitte beeil dich mit der Fortsetzung!!!

  12. Jannis sagt:

    Mein Gott, du solltest echt Bücher schreiben!!!

  13. Anonym sagt:

    Warum schreibst du nicht mehr?

  14. fefa sagt:

    @Warum schreibst du nicht mehr?
    Schon passiert^^

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