…
“Du bist wirklich erstaunlich dumm für einen Menschen.” Joana schrak zusammen. Sie hatte überhaupt nicht mehr an die Riesenspinne gedacht. Mit tückisch funkelnden Augen lag sie wie zuvor hilflos in ihrem Netz. “Dass Waldamazonen gemein und undankbar sind, das weiß man doch. Und jetzt lass mich endlich los.”
Etwas beschämt zog Joana die goldene Perle aus der Tasche. Wie vorhin brauchte sie nur daran zu denken und die dunkle Spinnenfrau konnte sich wieder bewegen. “Tut mir ja leid, dass ich dir deine Beute weggenommen habe… Aber ich dachte wirklich…”
Die Spinne zischte und streckte ihre Beine: “Endlich! Wie kann man nur so dumm sein und einer Waldamazone helfen. Das einzig Gute an ihnen ist ihre Kitzligkeit.” Sie lachte böse und Ihre kleinen Augen fixierten die junge Frau, “Aber ich habe ja immer noch dich. Ich habe gehört, dass Menschen nicht weniger empfindlich als Waldamazonen sind.” Sie kroch auf Joana zu, “Und mit dir werde ich mir ganz besonders viel Zeit nehmen.”
Die junge Frau fuhr zurück: “Ich… ich kann nicht. Ich… wie gesagt, ich suche die Königin.” Hastig drehte sie sich um und verließ die Bodensenke.
Hinter sich hörte sie die schrille Stimme: “Bleib hier! Du hast einiges wieder gut zu machen. Komm sofort zurück! SOFORT!”
Aber Joana war schon zwischen den dicken Urwaldbäumen verschwunden. ‘Such dir ein anderes Opfer für deine Spielchen’, dachte sie und konnte doch nicht verhindern, dass ihr ein sinnlicher Schauer über den Körper lief. Der kurze, weite Lendenschurz flatterte locker um ihre nackten Hüften und sie spürte den lauen Wind an ihrem Schamhaar – ‘oh oh, Joana’, schalt sie sich, ‘du bist schon ganz schön nass. Dabei ist doch noch gar nichts passiert…’
Sie wanderte planlos zwischen den Bäumen umher. Die Spinne war nicht mehr zu hören. Es umgab sie nur wieder das angenehm entspannende Gemisch aus Zikaden und Vogelgesang. Der Wald schien sich nicht sonderlich zu verändern. Baumriese reihte sich an Baumriese. Dicke Lianen hingen von den Ästen bis auf das weiche Moos herab. Überall wuchsen kleinere Sträucher, die in den verschiedensten Farben leuchteten und in denen sich die bunten Vögel tummelten. ‘Und hier soll es Amazonen geben?’ Alles wirkte so ruhig und friedlich, dass… “Aaahhh!”
Es geschah so plötzlich, dass Joana keine Zeit blieb sich zu wundern. Sie kam gerade an einem Baum vorbei, von dessen Ästen besonders viele der langen Schlingpflanzen baumelten. Einige dieser Lianen schienen auf einmal lebendig zu werden. Blitzschnell wand sich eine um ihren rechten Arm und hielt sie fest. “Ahhh! Was? …” Noch bevor sie ihr Gleichgewicht wieder finden konnte, packte eine zweite Liane ihren linken Arm. “Hey! Nicht! Lasst… lasst mich!” Sie zog und zerrte hektisch, aber sie konnte nicht verhindern, dass ihre Arme wie von weichen Gummiseilen nach oben gezogen wurden. Die hämischen Drohungen der Waldamazone vielen ihr plötzlich wieder ein. ‘Ich bin auch wirklich ein Idiot. Ich latsche durch diesen verrückten Urwald wie durch einen Stadtpark’. Gleichzeitig fühlte sie, wie sie eine kribbelnde Aufregung erfüllte – ‘aber wenigstens passiert jetzt was’.
Eine dritte Liane schlängelte über das Moos und rollte sich um ihre Knöchel. Joana spürte voller Schreck, wie sie mit einem Ruck den Kontakt zum Boden verlor. Eine kurze Sekunde hing sie in der Luft, dann wurde sie von den Pflanzen an Armen und Beinen nach oben in die Baumkrone gerissen. “Halt! Niiicht!” Ihr wurde nun doch etwas komisch. Sie hing waagerecht zwischen zwei parallelen Ästen, gute fünf Meter über dem Waldboden. ‘Hoffentlich lassen sie mich nicht fallen’, dachte sie mit einem besorgten Blick nach unten. Aber die weichen Schlingpflanzen hielten sie sicher weit ausgestreckt und pressten ihre Hände und Füße fest gegen die beiden Äste. Zwei weitere, breite Lianen schlängelten sich von einem Ast über ihr. Die eine wand sich unter ihren Hüften entlang, die zweite stützte ihren Hinterkopf, sodass Joana endlich wie in einer Hängematte zwischen den dicken Baumästen schaukelte.
‘Und jetzt?’ Die Position war eigentlich nicht unbequem, allerdings war sie vollkommen wehrlos. Ihre Hände waren weit über den Kopf gestreckt und die bloßen Füße in den Ledersandalen an den dicken Ast gefesselt. ‘… Und wie komme ich hier wieder runter?’
Ein leises Rascheln ließ sie zusammenfahren. Auf dem Ast, an dem ihre Knöchel gefesselt waren, bewegte sich das dichte Laub. Etwas langes, Dünnes schob sich aus den Blättern hervor und kam langsam über den Ast gekrochen. Joana stockte der Atem – ‘Das muss eine… Federschlange sein. Oh mein Gott’. Das Wesen sah tatsächlich aus wie eine dicke Schlange. Seine glatte Haut schimmerte grünlich, aber auf dem flachen Kopf trug es zwei hellrote, etwa zwanzig Zentimeter lange Federn, die wie Fühler zitterten und sich hin und her Bewegten. In gemächlichen, schlängelnden Kurven kam es direkt auf Joanas Füße zu gekrochen. ‘Oh nein, Sie wird doch nicht etwa meine Füße…’ Sie versuchte mit aller Kraft ihre Knöchel von dem Ast herunterzuziehen, aber die Liane hielt sie unbarmherzig fest. “Geh weg. Du blödes Vieh. Hörst du? Komm nicht näher. Such dir was anderes zum spie…”
In diesem Moment berührten die zitternden Federfühler ihren rechten Knöchel. Sie zuckte zusammen: “Nicht! Verpiss dich!” Doch unbeeindruckt tastete die Schlange um die Schlingpflanzenfessel herum zu Joanas Fuß. Die junge Frau geriet in Panik: “Stopp. Scheiße, nicht weiter. Hau ab. Nicht da. Da ist gar nichts… nihichts Spannendes für dihich…” Die schlanken Federn befühlten sehr interessiert die warme, sensible Haut. Ein Fühler schob sich sogar neugierig zwischen Ferse und Sandale und ließ Joana schrill aufquietschen. Dann entdeckte die Schlange auch den linken Fuß. Ihr Kopf züngelte an den Lederriemen entlang, hinauf zu den bloßen Zehen.
Joanas Beine zuckten wie elektrisiert. “Ohnein… nihihihichtdieZehenahaha…” wollte sie protestieren, aber ein plötzlicher Kicheranfall schnitt ihr das Wort ab. Die Federfühler waren seidig weich, aber trotzdem sehr steif und extrem beweglich. Problemlos schlüpften sie in die Zehenzwischenräume und strichen und tasteten auf und ab über die dünne Haut.
“Ohgahahahatt… nihihihichdahahaha… hau ahahahahab…” Sie krümmte sich vor Lachen in ihrer “Hängematte”. Die teuflischen Federn erforschten sorgfältig jeden einzelnen Zeh. Joana versuchte verzweifelt ihre Zehen zu krümmen, aber die beweglichen Fühler fanden immer wieder einen Weg in die kitzligen Zwischenräume. ‘Oh Mann’, dachte sie verschwommen, ‘Wahnsinn wie das kitzelt. Wenn sie damit weitermacht, dann…’ “Hey! Wahas…
Irgendwie schien es die Schlange zu stören, dass der größte Teil von Joanas Füßen ihren Erkundungen unzugänglich blieb. Mit flinken Fühlern nestelte sie am Verschluss der Ledersandale herum.
Joana holte tief Luft. ‘Verdammt. Ich muss was tun, sonst…”
Aber da hatten die gelenkigen Fühler bereits die linke Sandale gelöst. Ein kurzer ruck des flachen Schlangenkopfes genügte und die Sandale fiel mit einem dumpfen Geräusch auf den Waldboden. Nur wenige Sekunden später folgte die Rechte. Joanas Füße waren nun der Federschlange vollkommen hilflos preisgegeben.
“Oh nein… was… was maaahahahahaschahaha…” Die flinken Federn an ihren nackten, ungeschützten Fußsohlen fühlten sich unglaublich an. Joana riss reflexartig an ihren Fesseln: vergeblich. Ihre kitzligen Füße blieben wehrlos jeder Berührung der neugierigen Federschlange ausgeliefert. In langen Strichen wurde jeder Millimeter Haut von den zitternden Federfühlern inspiziert. Sie betasteten die Fersen, untersuchten dann ausgiebig die leichte Wölbung der Sohlen und kamen endlich an den runden, weichen Ballen an.
Eine unglaubliche Mischung aus kitzligen Empfindungen und Erregung durchflutete Joanas Körper. Wie oft hatte sie sich ähnliche Situationen in ihren Fantasien ausgemalt? Hilflos und ohne Gnade an den Füßen durchgekitzelt zu werden – ‘oh Mann!’ Und doch fühlte sich jetzt alles ganz anders an. Es kitzelte so heftig, dass sie einfach nicht mehr aufhören konnte zu lachen und zu zucken. Gleichzeitig schien es eine geheime Verbindung zwischen den Fußsohlen und ihrem Intimbereich zu geben. Sie spürte förmlich, wie sie mit jedem Federstrich heißer wurde – ‘wenn das noch lange so weiter geht, dann…’ Aber sie konnte den Gedanken nicht zu ende bringen, denn in diesem Moment erinnerte sich die Federschlange an ihre Zehen.
“Nnnaiiihihihihinnihihi… Nihihihihi… nnniiihihihi…” In kleinen Kreisen huschten die Federfühler um die Ansätze der Zehen herum und krochen erneut in die zarten Zwischenräume. Joana drehte fast durch vor Kitzligkeit und Lust. Kleine Blitze zuckten von den Zehen bis zwischen ihre Oberschenkel. ‘… und sie könnte mich immer weiter kitzeln’, dieser Gedanke elektrisierte sie, ‘Einfach immer weiter und weiter und weiter… so lange sie will. Und ich kann nichts dagegen machen…’ Gleichzeitig wusste sie genau, dass sie nur ihr Sicherheitswort sagen brauchte, und alles wäre vorüber. Halb spielerisch begann sie die Schlange zwischen immer neuen Lachkrämpfen anzubetteln: “Ohbihihihitte… bittebittebihihittehöraufahahaha… ich tue ja ahalleswahas duwihihillst… ahahahahahalles… ohgnahahahade…”
Die Federschlange war inzwischen ganz aus dem dichten Blätterlaub gekrochen. Ihr grünlich glänzender Leib ringelte sich aufgeregt neben den gefesselten Knöcheln auf dem Ast. Sie war etwa zwei Meter lang, seidig weich und Ihr Schwanz bestand aus einer prächtigen, breiten, hell bunten Feder, die an eine große Straußenfeder erinnerte. Ohne die kitzlige Untersuchung der Füße zu vernachlässigen, schlängelte sich der weiche Schwanz nun ebenfalls auf die wehrlose junge Frau zu.
Joana schrie spitz auf, als die riesige Schwanzfeder ihre nackten Beine berührte. Die langen, luftigen Federhärchen flatterten zart und kitzelnd über die Waden, die Kniekehlen und schoben sich neugierig unter den weiten Lendenschurz. “Hey… nihihihihicht… weg dahahaha… oh geh bitte wahahihihi…” Ungeniert kitzelte sich die breite Schwanzfeder die Oberschenkelrückseiten hinauf. Sie versuchte mehrfach vergeblich zwischen Joanas geschlossene Beine zu schlüpfen, tastete höher und höher und entdeckte bald die beiden nackten, einladenden Erhebungen. Der Lendenschurz war weit nach oben gerutscht und der kitzelnde Federschwanz konnte vollkommen ungehindert mit den frei in der Luft hängenden Pobacken spielen.
“Ohhffiiihihihihihi…” Joana explodierte in einem hohen, fast schrillen Lachen. Nicht einmal ansatzweise hatte sie gewusst, wie kitzlig ihr Po war! Die Schlange untersuchte die sensitiven Wölbungen systematisch. Sie züngelte ausgelassen über die glatte, warme Haut und konzentrierte sich dann auf die schmale Vertiefung dazwischen. Mit der flauschigen Seite ihres Schwanzes fuhr sie langsam vor und zurück, vor und zurück… die langen, seidigen Federfransen kitzelten wie wild an der sensiblen Spalte.
Joana glaubte schier wahnsinnig zu werden. Sie zuckte stoßweise in den Fesseln, ihr quietschendes Lachen hallte von den Bäumen ringsum wider – ‘meine Güte, ich klinge wie ein kleines Mädchen’. Doch sie gab sich keinerlei Mühe sich zurückzuhalten. ‘Und wenn schon. Scheiß egal’, dachte sie benebelt, ‘kein Mensch kann mich hören. Hör nicht auf. Hör jetzt bitte nicht auf.’ “Ohihihibihhittegnahahahada… gnahahahadiiiahahaha…” Völlig ungehemmt lachte, kicherte, quietschte und flehte sie und fühlte, wie sie von Sekunde zu Sekunde feuchter wurde.
Und die ganze Zeit forschten die Federfühler weiter an ihren nackten Füßen herum. Aus irgendeinem Grund zeigte die Federschlange besonders großes Interesse an den kitzligen Zehen. Unermüdlich betastete sie die weichen Unterseiten und die runden, sensiblen Zehenballen.
Die Spitze der Schwanzfeder hatte unterdessen den zarten Übergang zwischen Po und Schambereich für sich entdeckt. Mit schnellen Kreisen kitzelte sie dort und schien jeden Tropfen der intimen Feuchtigkeit gierig auf zulecken. Immer tiefer schob und schmiegte sie sich zwischen die Oberschenkel, bis Joana die seidigen Spitzen plötzlich direkt an ihrem pulsierenden Kitzler fühlte.
“Oooaaahhhgggihihihihihi…” sie wollte vor Lust aufstöhnen, aber ein neuer Kicheranfall überrollte sie. Langsam und zärtlich schlängelte sich die lange Schwanzfeder auf und ab an ihrem Kitzler entlang, immer auf der Suche nach noch mehr heißer Feuchtigkeit.
Nur eine Sekunde später kam sie. “Ahhh… aaahhhahaha…. IHIHIHIIIAAAGGG…” Der Orgasmus war unglaublich! Das zarte Federkitzeln ihrer Zehen wurde für einen kurzen Moment wahnsinnig intensiv und füllte ihr gesamtes Nervensystem aus. Dann verwandelte es sich mit einem Schlag in reine Lust. Welle auf Welle zuckte stoßweise durch Joanas Körper. Kleine Sternchen explodierten hinter ihren Augenliedern. Ihr Bauch verkrampfte sich für mehrere Sekunden so heftig, dass sich die Liane unter ihren Hüften bis zum Zerreißen spannte.
Sie lachte, stöhnte und schrie gleichzeitig aus vollem Hals. Noch nie in ihrem Leben war sie derart heftig gekommen! Ihre Schamlippen zitterten ekstatisch unter den seidigen, tastenden Kitzelstrichen des Federschwanzes.
Und die Schlange schien nicht genug zu bekommen, denn auch als die Lustzuckungen allmählich nachließen, spielten, fühlten und kitzelten die weichen Federn immer weiter. Voller Schreck spürte Joana, dass ihre Haut durch den Höhepunkt noch sensibler geworden war. ‘Oh mein Gott’, dachte sie fiebrig, ‘nein. Nicht noch mal. Ich kann nicht mehr… ich muss Kiela rufen, sonst…’
“An ihrer Stelle wäre ich nicht so laut.” Eine schnarrende Stimme drang wie aus weiter Ferne an Joanas Ohren. Im selben Moment fühlte sie, wie sich die Schlange wie unter Zwang von ihrem bebenden Körper zurückzog. Die Stimme aber blieb und wurde allmählich immer deutlicher: “Tse tse tse tse. Schreit hier rum, schlimmer als ein Nohrhörnchen. Dabei sind Elben in der Nähe.”
Joana keuchte. “Ohhh! W… was? W… wer?” Sie versuchte krampfhaft sich zu sammeln – woher kam diese Stimme? Sie blinzelte die Lachtränen aus ihren Augen und erkannte endlich ein sonderbares, kleines Männchen, das bei ihren gefesselten Knöcheln auf dem Ast stand. Daneben ringelte sich die grüne Schlange, jetzt eng zusammengerollt. Das Männchen war nicht größer als Joanas Unterarm. Es trug einen langen, waldgrünen Umhang. Auf seinem Kopf saß ein hoher, spitzer Hut, der bei jeder Kopfbewegung bedenklich hin und her schaukelte. Mit erhobenen Armen stand es auf dem breiten Baumast, dicht neben ihren nackten Füßen. “Wer… oh Gott… wer bist du denn?” fragte sie atemlos.
“Ich?” Das Männchen schien Joanas Zustand gar nicht wahrzunehmen. Stolz richtete es sich noch weiter auf: “Ich bin Gimm, oberster Medikus der Baumkobolde. Hoher gelehrter, Mitglied des Sorbannschen Ordens, Bewahrer der Lehren des Gmork. Außerdem Feldherr, Rechtsgelehrter, Kundschafter und natürlich Arzt. Und wer sind sie?”
Joana bekam langsam ihren Atem wieder unter Kontrolle. “Ich heiße… Joana.” sagte sie. Ihr Gesicht war knallrot und glitzerte vor kleinen Schweißtropfen. “Hast… oh… hast du die Schlange… abgelenkt?”
Gimm verzog abschätzig das Gesicht. “Ein so berühmter Medikus wie ich braucht eine Federschlange nicht abzulenken. Sie gehorcht mir aufs Wort.” Seine lebendigen Äuglein glitten über den gefesselten Körper der jungen Frau. “Sie sind ein Mensch? Sie scheinen sehr unachtsam gewesen zu sein.”
“Ich…” sie räusperte sich, “also… ich suche die Königen der Waldamazonen. Aber dann wurde ich plötzlich von diesen blöden Lianen gepackt und…”
Er unterbrach sie mit einer Handbewegung: “Falsch. Gumjas, so heißen die Schlingpflanzen, handeln niemals selbstständig. Das können sie gar nicht. Sie tun nur, was ihnen von den Federschlangen befohlen wird.”
Etwas verunsichert bewegte Joana die Schultern: “Wie auch immer.” Sie zog an ihren Fesseln. “Also wenn dir die Schlange gehorcht, könntest du nicht bitte dafür sorgen, dass mich diese Lianen endlich loslassen?”
Gimm sah sie voller Erstaunen an: “Natürlich kann ich das.” Er fuhr mit den Händen durch die Luft und im selben Moment spürte Joana, wie sich der Griff um ihre Handgelenke löste. Gimm deutete auf eine Schlingpflanze, die von einem höheren Ast herunterbaumelte: “Halten sie sich dort fest.” Mit einem leisen rascheln zogen sich dann auch die Fußfesseln von Joanas Knöcheln zurück.
Wie ein Affe klammerte sich die junge Frau an die Liane. Ihr Körper war noch immer ziemlich schwach und ihre Muskeln zitterten. Trotzdem gelang es ihr sich zu Gimm und der Schlange auf den breiten Baumast zu schwingen. Sie atmete tief durch, “Danke… Gimm.”
Der Baumkobold nickte hoheitsvoll: “Bitteschön.” Er winkte. Mit festen Schritten und wackelndem Hut ging er voran über den Ast, bis er den dicken Baumstamm erreichte. Joana folgte ihm vorsichtig – ‘nur nicht nach unten sehen’. Der Ast war am Baumstamm fast ein halben Meter breit. Gimm bedeutete ihr mit der Hand sich zu setzen. Joana ließ sich erleichtert nieder und lehnte ihren Rücken an den schartigen Baumstamm. “Puh!”
Ein paar Sekunden saßen sie schweigend auf dem Ast. Joana massierte ihre Schultern und der Baumkobold sah ihr zu. “Sie scheinen mit den Tücken des Waldes nicht sonderlich vertraut zu sein.” stellte er mit seiner schnarrenden Stimme fest.
Joana schüttelte den Kopf: “Nicht wirklich.” Sie blickte auf die Federschlange. Friedlich wie ein Haustier hatte sie sich neben dem Medikus zusammengerollt und mit der prächtigen Schwanzfeder zugedeckt. “Sie kann den Lianen wirklich… Befehle geben?”
Gimm setzte wieder seine erstaunte Miene auf: “Natürlich kann sie das. Auf diese Art jagt sie ja. Federschlangen verstecken sich, wie jeder weiß, auf den Bäumen und lauern auf Beute. Dann lassen sie ihre Opfer von den Gumjas zu sich heraufholen.”
Joana rieb ihre nackten Fußsohlen und musste grinsen: “Sie hat mich ganz schön fertig gemacht.”
Der Medikus grinste nicht. “Sie hätten eben besser aufpassen müssen. Man geht niemals zu nahe an Gumjas vorbei. Schon gar nicht, wenn man erregt ist.”
“… erregt ist?” Joana wurde rot.
Verblüfft schüttelte Gimm den Kopf und sein spitzer Hut schwankte bedrohlich: “Aber natürlich. Sie müssen wirklich von weit weg sein, wenn sie das auch nicht wissen. Fast alle Lebewesen hier im Wald werden von Erregung angelockt. Sie wittern sie. Natürlich auch Federschlangen. Vielleicht nicht so stark wie ein Moostiger, aber immer noch genug, um sich vor ihnen in Acht zunehmen.”
“Äh… verstehe.” Sie sah hinunter in den Urwald, dann auf die Schlange, dann wieder auf Gimm: “Also ich suche wie gesagt die Königin der Waldamazonen. Weißt du vielleicht, wie ich zu ihr kommen kann?”
“Natürlich weiß ich das. Aber…” Er runzelte nachdenklich die Stirn, “Warten sie lieber eine Weile. Sie hatten eben einen Orgasmus. Sie würden keine fünfzig Meter kommen, bevor sie ein Makrie, oder eine Riesenspinne, oder gleich die nächste Federschlange fängt.”
Joana zögerte: “Warten? Wie… wie lange denn?”
Der Baumkobold musterte sie prüfend: “Hmmm… Etwa zwei bis drei Tage würde ich schätzen. Danach könnten sie es versuchen. Allerdings auch nur, wenn sie sehr vorsichtig sind.”
“Was? Nein.” Joana schüttelte den Kopf, “So lange kann ich nicht warten. Gibt es denn keine andere Möglichkeit, wie ich… unentdeckt bleibe?”
Gimm lächelte und nickte langsam und bedeutungsvoll, “Das gibt es. Sie können sich wirklich glücklich schätzen, dass sie ausgerechnet einem so kundigen Medikus und Gelehrten wie mir begegnet sind. Ich besitze nämlich ein Mittel, dass sie vor der Witterung der meisten Raubtiere schützt.”
“Wirklich?” Joana richtete sich auf, “Und würdest du mir dieses Mittel auch geben? Bitte?”
Gimm lächelte gönnerhaft: “Nun ja… Als Arzt bin ich geradezu verpflichtet, den Armen, Schwachen und Kranken zu helfen. Warten sie hier.” Im nächsten Augenblick war er hinter dem Baumstamm verschwunden.
…
19. Februar 2011 um 19:42 |
na jetzt haust du die Geschichten aber raus^^ Endlich mal
19. Februar 2011 um 20:41 |
Eine gelungene Episode, Danke
Deine Phantasie ist beneidenswert und inspirierend zugleich.
20. Februar 2011 um 12:34 |
Denke, weiter so
23. Februar 2011 um 22:25 |
stimme meinem Vorposter voll und ganz zu
26. Februar 2011 um 22:46 |
erstklassige geschichte, geht sie weiter???
1. März 2011 um 19:45 |
wow, die ist echt gut geworden (hab auch schon ne neue stehen
schau doch mal rein) bin gespannt, was der arzt vor hat
6. März 2011 um 19:11 |
danke für dein kommi
macht die zeit und desto öfter man eine schreibt, desto besser wird man
1. April 2011 um 23:02 |
mehr! meeehr! ich liebe diese geschichte
11. April 2011 um 18:13 |
wenn du festsitzt sag mir bescheid, ich kann dir dann helfen
28. April 2011 um 18:10 |
Weiter, weiter, weiter !!!
29. April 2011 um 14:48 |
Geile Story. Stimme anonymouse 10000000000000000% zu: MEEEHR!!!
Deine Geschichte hat einfach Pep. Ich hab schon so viel gelesen und meist war ich eher enttäuscht von der Einfallslosigkeit, aber deine ist der Hammer. Da macht das lesen wieder Spaß! Sehr kreativ und erfinderisch, guter Sprachstil, was will man mehr. Sollte mehr von deiner Sorte geben!
Mach schnell weiter!
Gruß GreayGreat
1. Mai 2011 um 21:38 |
hab leider das Gefühl das da nicht neues kommen wird oder
? ich warte schon seit Februar so geduldig weil deine Geschichten einfach nur mega toll sind :O!
8. Mai 2011 um 14:29 |
ich hoffe es geht wirklich bald weiter
15. Mai 2011 um 14:55 |
Bitte, bitte, bitte bring den nächsten Teil möglichst schnell raus, ich hab schon Entzugserscheinungen, die seind einfach nur geil!
29. Mai 2011 um 21:16 |
kriege … entzugs … erscheinungen … brauche … neue ge … schichte …
1. Juni 2011 um 19:54 |
Was los? seit Februar nix neues und es is juni
2. Juni 2011 um 18:17 |
ok ok ok ok^^